• Graciella Treichel

Don‘t panic! Wie du deine Schreibblockade lösen kannst!

Schreibblockade. Jeder, der Texte verfasst, kennt sie und alleine, wenn wir daran denken, löst der gefürchtete Begriff bei uns Textern heftige Bauchschmerzen aus. Eine Schreibblockade möchte man um jeden Preis umgehen. Sie ist wie der schwarze Peter, den keiner haben möchte. Und wenn man ihn doch bekommt, ist die Folge, dass wir für eine gute Weile nichts mehr zu Papier bringen können und dass uns die Kreativität auf unbestimmte Zeit abhanden kommt.

Seien wir ehrlich. Eine Schreibblockade fühlt sich oftmals schlimmer an als das Armageddon. Wir stehen vor dem Fuße des Mount Everest und haben keinen blassen Schimmer, wie wir ihn überqueren sollen- ohne Sauerstoffflasche!

Aber wir denken gar nicht daran, aufzugeben! Das wäre doch gelacht! Stattdessen findet ihr in den kommenden Abschnitten eine Auflistung von Dos und Don’ts. Diese zeigen euch, was ihr im Fall einer Schreibblockade tun könnt und welche Dinge ihr unbedingt vermeiden solltet, um die Schreibblockade loszuwerden.



DON‘TS:

Hat euch die ungeliebte Schreibblockade heimgesucht, solltet ihr euch zuallererst folgenden Tipp zu Herzen nehmen. Versucht nichts, auf Teufel komm raus zu erzwingen. Sich selbst Druck zu machen, bringt nichts und führt im Extremfall dazu, dass sich die Schreibblockade zu allem Übel verschlimmert. Stattdessen empfiehlt es sich, einmal tief durchzuatmen und nicht in Panik zu geraten. Obwohl es sich vielleicht so anfühlt, ist eine Schreibblockade noch lange kein Weltuntergang.


Was auch nicht gerade hilfreich ist, um der Schreibblockade zu entgehen, sind Deadlines. Deadlines sind wichtig, sorgen bei euch gerade in den Momenten einer Schreibblockade allerdings für noch mehr Stress. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich von Anfang an großzügige Deadlines zu setzen, um später gar nicht in den Stress oder die Verlegenheit einer Schreibblockade zu kommen. Eine andere Möglichkeit ist, die Deadline nachträglich zu verschieben. Hier kommt es natürlich darauf an, wie dringend euer Schreibprojekt ist. Je nachdem ist das Vertagen eurer Deadline eine sinnvolle Option, da ihr auf diese Weise den Druck, weiterzuschreiben, erheblich reduzieren könnt.


DOS:


Hat euch die Schreibblockade kalt erwischt, so gibt es eine Reihe an Gegenmaßnahmen, mit denen ihr der Blockade den Kampf ansagen könnt. Beispielsweise könnt ihr versuchen, eurer Kreativität nicht mit dem Schreiben, sondern auf andere Weise freien Lauf zu lassen. Wie wäre es etwa mit einem Museumsbesuch? Ihr habt Lust, euch selbst künstlerisch auszutoben?


Na dann los! Eine Schreibblockade ist der perfekte Anlass, um sich selbst neu auszuprobieren. Tobt euch künstlerisch so richtig aus. Ihr könnt malen zeichnen, Musik hören oder selbst Musik machen. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auf diese Weise gönnt ihr euch eine Auszeit vom Schreiben, probiert euch in neuen Bereichen aus und könnt nach einiger Zeit, umso energetischer und inspirierter zum Schreiben zurückkehren.


Ist euch alleine schreiben zu langweilig? Wie wäre es denn mit einer Schreibgruppe? Auf diese Weise könnt ihr euch mit kreativen Gleichgesinnten treffen, euch miteinander austauschen und unterstützen. Nicht zuletzt könnt ihr euch gegenseitig Tipps geben.

Vielleicht hat der ein oder andere echte Insidertipps zum Thema Schreibblockade parat?

Informiert euch über das Thema, über das ihr in euren Texten berichtet. Selbst wenn ihr glaubt, alles darüber zu wissen, nutzt die Zeit der Schreibblockade sinnvoll, indem ihr noch tiefer in die Materie eures Textes eindringt. Zeit für eine ausführliche Recherche! Euer Ziel sollte sein, am Ende der Recherche ein echter Experte auf dem Gebiet eures Textes zu sein und das Thema so gut wie eure Westentasche zu kennen. Während eurer Nachforschungen werden euch sicherlich einige interessante Fakten über den Weg laufen, die ihr in euren Texten verarbeiten könnt. Schon habt ihr wieder Stoff zum Schreiben. Und, seien wir ehrlich, es fällt uns wesentlich leichter über Dinge zu schreiben, in denen wir uns richtig gut auskennen.

Eine Schreibblockade bedeutet nicht zwangsläufig, dass ihr das Schreiben für unbestimmte Zeit aufgeben müsst. Wie wäre es stattdessen mit dem Vorsatz, jeden Tag ein bisschen zu schreiben? Das muss gar nicht so viel sein. 500, 200 oder auch nur 100 Worte pro Tag reichen dabei schon aus. Diese kleinen Ziele sorgen bei euch für Erfolgserlebnisse. Dabei muss der verfasste Text nicht einmal besonders gut sein, dennoch habt ihr das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Die Hauptsache dabei ist, einen bereits bestehenden Schreibprozess nicht abreißen zu lassen oder wieder in den Schreibprozess reinzukommen. Ehe ihr es euch verseht, kommt ihr wieder in den Flow, aus den 500 Worten werden plötzlich 1000 Worte und schließlich ein fertiger Text.

Ein guter und auf den ersten Blick kontraintuitiver Tipp von Daniela Rorig der Autorin des Buches "Texten können- Das neue Handbuch für Marketer, Texter und Redakteure“: Braindumping! Das bedeutet soviel wie „schaltet euer Hirn aus und schreibt einfach drauflos“. Nein, dass heißt nicht, dass ihr zu einem hirnlosen Zombie mutieren sollt. Aber das Braindumping kann unter Umständen echt hilfreich sein, um überhaupt erst ins Schreiben zu kommen. Dabei ist vor allem wichtig, dass ihr fürs Erste euren inneren Kritiker ausschaltet. So geht der Text um einiges leichter von der Hand. Die Worte und Sätze sprudeln nur so aus euch heraus, ihr kommt mit euren Texten voran und habt wieder etwas geschafft. Hinterher könnt ihr euren inneren Kritiker wieder hervorholen, um euren Text auf Herz und Nieren zu prüfen und Verbesserungen vorzunehmen.

Mit diesen Tipps sollte es euch nicht allzu schwerfallen, eure Schreibblockade zu überwinden. Und prompt seht ihr euch nicht mehr dem Mount Everest, sondern einem kleinen Hügel gegenüber, den ihr mit Leichtigkeit überwinden könnt.

DOS und DON’TS auf einen Blick:

DOS

  • Werdet anderweitig kreativ!

  • Holt euch neue Inspiration!

  • Tauscht euch mit Gleichgesinnten aus!

  • Recherchiert!

  • Small Steps! Jeden Tag ein bisschen schreiben.

  • Braindumping

DON‘TS

  • Don’t panic! Nicht in Panik geraten!

  • Nichts erzwingen

  • Stress/ Druck

  • Deadlines

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